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	<title>Deutsche Volksunion &#187; Landtagswahlen</title>
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	<description>DVU-Landesverband Brandenburg</description>
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		<title>Das aktuelle Interview</title>
		<link>http://www.dvu-brandenburg.de/2009/11/25/das-aktuelle-interview/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 19:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>LV</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[DVU-Abgeordnete]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Liane Hesselbarth]]></category>
		<category><![CDATA[Platzeck]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit der Brandenburger DVU-Landesvorsitzenden Liane Hesselbarth &#252;ber die Lage der Brandenburger DVU, ihre Aktivit&#228;ten sowie &#252;ber die rot-blutrote Regierung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liane Hesselbarth,</p>
<p>vor fast genau einem Monat wurden Sie zur Vorsitzenden des DVU-Landesverbandes  Brandenburg gew&#228;hlt. Was f&#252;r Ziele haben Sie sich f&#252;r Ihre Amtszeit gesetzt?</p>
<blockquote><p>&#8220;In meiner Rede auf dem Landesparteitag am 01. November habe ich ein klares Ziel formuliert: An erster Stelle gilt es jetzt, unsere kommunalen Abgeordneten zu st&#228;rken und zu unterst&#252;tzen.</p>
<p>Gerade auch aus dem Grund, da&#223;<span id="more-529"></span> Winfriede Schreiber, die oberste Herrin unserer Verfassungsschutzbeh&#246;rde, schwadroniert &#8216;nachdem man die DVU aus dem Landtag herausgehalten hat&#8217; &#8211; die Wortwahl sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen &#8211; &#8217;setzt sich der Verfassungsschutz jetzt zum Ziel, die DVU aus den Kreistagen zu verdr&#228;ngen&#8217;.</p>
<p>Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Schlapph&#252;te das bewerkstelligen wollen, denn immerhin sind die DVU–Abgeordneten f&#252;r vier Jahre vom Volk gew&#228;hlt.</p>
<p>In voraussichtlich f&#252;nf Jahren sind Landtagswahlen, und ich werde mich daf&#252;r einsetzen, dass es wieder eine nationale Opposition im Brandenburger Landtag gibt.</p>
<p>Das zweite Ziel liegt nahe: Als Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion habe ich es geschafft, zehn Jahre lang die Fraktion mit ihren unterschiedlichen Menschen zusammen zu halten. Es ist mir heute wichtiger denn je, mit unseren Mitgliedern und Sympathisanten einen guten Kontakt zu pflegen und sie ebenfalls zusammen zu halten. Das m&#246;chte ich gerne tun und wie wichtig das ist, haben mir die Zusammenk&#252;nfte z. B. in S&#252;dbrandenburg, Potsdam, M&#252;ncheberg und Prenzlau gezeigt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der DVU soll es, glaubt man den Medien, sehr schlecht gehen, und gerade  in Brandenburg sollen Ihre Mitglieder scharenweise zu einer anderen  Partei &#252;berlaufen. Sind Sie quasi die Konkursverwalterin?</p>
<blockquote><p>&#8220;Dar&#252;ber muss ich lachen!</p>
<p>Heute sehe ich es nicht mehr so verbissen, wenn die Medien totalen Quatsch verbreiten. Es ber&#252;hrt mich zwar noch unangenehm, ich habe aber in den vergangenen Wochen die Erfahrung gemacht, dass es viele Menschen gibt, die nicht glauben, was in der Zeitung steht &#8230; und das beruhigt mich.</p>
<p>Zum Kern der Frage: Das prominenteste Beispiel und auch bis jetzt das Einzige, von dem ich erfahren habe, ist der Nachr&#252;cker f&#252;r unseren t&#246;dlich verungl&#252;ckten Kameraden, den Potsdamer Stadtverordneten G&#252;nther Schwemmer. Das war Marcel Guse, der sehr &#246;ffentlich das Parteibuch gewechselt hat. F&#252;r meine Begriffe und durch danach gef&#252;hrte Gespr&#228;che war er in der DVU von vornherein fehl am Platze.</p>
<p>Ansonsten habe ich allein im Monat November drei Mitgliedsantr&#228;ge an unseren Bundesvorsitzenden geschickt. Auch er  signalisierte mir auf unserer Bundesvorstandssitzung, dass es keine nennenswerten &#220;bertritte gegeben hat.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die DVU ist nicht in ganz Brandenburg fl&#228;chendeckend organisiert,  verf&#252;gt aber beispielsweise &#252;ber mehr Kreisverb&#228;nde als die NPD. Doch in  den letzten Jahren stagnierte der Organisationsausbau. Wie wollen Sie  das &#228;ndern?</p>
<blockquote><p>&#8220;Nach unserem Landesparteitag haben wir in der konstituierenden Sitzung  den Landesvorstand v&#246;llig neu organisiert, n&#228;mlich weg von den politischen T&#228;tigkeitsfeldern, hin zu den regionalen Zust&#228;ndigkeiten.</p>
<p>Die Zust&#228;ndigkeiten werden auf unserer n&#228;chsten Landesvorstandssitzung, die eine erweiterte sein wird, pr&#228;zisiert werden. Ich denke, nur so k&#246;nnen wir eine fl&#228;chendeckende Organisation erreichen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Brandenburg wird jetzt von einer rot-blutroten Koalition regiert. Wie  sehen Sie die Zukunft unseres Landes?</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Ruf Brandenburgs in Deutschland wird durch die Regierungsbeteiligung der SED–Nachfolger erheblichen Schaden nehmen. Durch Platzecks Hilfe haben wir erstmals &#252;berf&#252;hrte Stasi-Spitzel, die Regierungshandeln mitbestimmen. Platzeck macht pers&#246;nliche Verstrickungen in eine Diktatur zum Kavaliersdelikt. Mit Blick auf die erneuten Ver&#246;ffentlichungen bez&#252;glich Gerd–R&#252;diger Hoffmann bin ich gespannt darauf, ob diese Koalition zu halten ist.</p>
<p>Ansonsten haben die SED–Nachfolger Wahlversprechen gebrochen, nur um die Macht zu erlangen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung weiter vollziehen wird. Ein Blick nach Berlin mit seiner rot–roten Regierung reicht schon aus, um zu sehen, wohin die Reise geht. Zum Beispiel werden fast t&#228;glich Fahrzeuge angez&#252;ndet. Sehen wir nach Potsdam, dort geschehen solche Straftaten jetzt ebenso und andererseits betreibt man Stellenabbau bei der Polizei.</p>
<p>Ich erwarte nichts von dieser Regierung, jedenfalls nichts Gutes.&#8221;</p></blockquote>
<p>Matthias Platzeck hat zur Rechtfertigung seiner Koalition mit der  gewendeten SED ausgerechnet den Antikommunisten Kurt Schumacher bem&#252;ht.  Was haben Sie dabei empfunden?</p>
<blockquote><p>&#8220;Platzeck muss selbst wissen was er tut, erstaunlich ist, welche Geschichtsl&#252;cken er hat.</p>
<p>Ihm war jedes Mittel recht, um eine demokratisch gew&#228;hlte Partei wie die DVU zu verunglimpfen.</p>
<p>F&#252;r mich ist er ein Mann, der sich um politische Moral einen feuchten Kehricht schert.</p>
<p>Ich denke, Voraussetzung f&#252;r Vers&#246;hnung ist und bleibt die Aufarbeitung der Vergangenheit!</p>
<p>Wer schuldig wurde, muss zur Verantwortung gezogen und bestraft werden. Ein Verdr&#228;ngen bringt &#252;berhaupt nichts, weil die Menschen immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sicherlich haben Sie die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der  Wiedervereinigung verfolgt. Wie gefielen Ihnen die Feiern und die dabei  geh&#246;rten Politikerreden, allen voran die der aktuellen Bundeskanzlerin?</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Rede der Bundeskanzlerin habe ich im Fernseher verfolgt. Ich hatte das Gef&#252;hl, als wenn sie das Wort „Freiheit“ mindestens einhundert Mal in den Mund genommen hat. Das stimmt mich bedenklich, denn der Volksmund sagt &#8216;&#220;ber Geld spricht man nicht, Geld hat man&#8217;. H&#228;tten wir so viel Freiheit, wie Frau Merkel sie im Mund gef&#252;hrt hat, h&#228;tte sie es dann wirklich so oft sagen m&#252;ssen?</p>
<p>Wie es mit der Freiheit und der Demokratie wirklich in unserem Land bestellt ist, konnten wir DVU-Volksvertreter im Brandenburger Landtag zehn Jahre lang hautnah miterleben und am eigenen Leib versp&#252;ren. Es ist heute wie damals, die Wahrheit wird so lange vergewaltigt, bis das Volk die L&#252;gen glaubt und daf&#252;r bezahlen wir auch noch GEZ–Geb&#252;hren.</p>
<p>Einige private Sender haben das Thema 20 Jahre Mauerfall f&#252;r mein Empfinden besser aufgearbeitet. Nehmen wir zum Beispiel die Sendung &#8216;Unter Verschluss&#8217;. Spiegel–TV und S&#252;ddeutsche Zeitung TV haben einen interessanten Einblick in die geheimen Schicksale der DDR–Frauen im Gef&#228;ngnis Hoheneck geliefert.</p>
<p>Im Zuge des Jahrestages wurden vielerorts Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler befragt, inwieweit sie im Geschichtsunterricht den Staat DDR behandelt haben, die meisten Antworten waren &#8216;viel zu wenig&#8217; oder &#8216;gar nicht&#8217;.</p>
<p>Unsere Jugend hat nur sehr wage Vorstellung dar&#252;ber, wie das Leben in der DDR wirklich war. Ich bin daf&#252;r, dass dieser Film zum absoluten Muss in den Geschichtsunterricht geh&#246;rt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es sind zwar noch keine 100 Tage vergangen, aber k&#246;nnen Sie vielleicht  dennoch eine Zwischenbilanz ihrer bisherigen Amtszeit als Brandenburger  DVU-Landesvorsitzende ziehen?</p>
<blockquote><p>&#8220;Die vergangenen Wochen waren sehr ereignisreich.</p>
<p>Bereits eine Woche nach unserem Landesparteitag fand auf Einladung des Kreisverbandes Barnim-Uckermark-Oberhavel eine sehr gelungene und gut besuchte Veranstaltung mit dem Thema: „ Soldaten erz&#228;hlen“ statt. Es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen, die aus eigenem Erleben aus der Zeit des 2. Weltkrieges berichten k&#246;nnen. Umso erfreulicher war es, dass ein so reges Interesse an dieser Veranstaltung bestand.</p>
<p>Es gibt also noch genug Menschen, die sich nicht mit „Brot und Spielen“ abspeisen lassen.</p>
<p>Am Sonntag, den 15. November, haben wir uns mit unseren Berliner Kameraden auf dem Garnisonsfriedhof am Columbia–Damm anl&#228;sslich des Volkstrauertages zu einer Feierstunde mit anschlie&#223;ender Kranzniederlegung getroffen.</p>
<p>Der Berliner Senat hatte eine Gegenveranstaltung der LINKEN genehmigt, die mit lauter, nicht zu identifizierender Musik und antideutscher Hetze versucht haben, diese Veranstaltung zu st&#246;ren. Selbst bei Polizeibeamten hat dieses Gebaren Kopfsch&#252;tteln hervorgerufen. Es ist einfach krank und moralisch h&#246;chst verwerflich, wie man von Seiten der LINKEN mit dem Andenken von gefallenen Soldaten, nicht nur von Deutschen &#8211; dass muss man ausdr&#252;cklich sagen -, umgeht.</p>
<p>Am Montag, den 16. November, traf sich eine 15–k&#246;pfige Delegation der Brandenburger DVU zur Kranzniederlegung und zum Gedenken an die Opfer von Gewaltherrschaften aller  Couleur.</p>
<p>Eine wohltuende Ruhe umgab an diesem Tag den Ort, an dem soviel Leid geschah.</p>
<p>Am  21. November trafen wir uns wieder auf Einladung des Kreisverbandes Barnim-Uckermark-Oberhavel zu einer Rechtsschulung, die der Rechtsanwalt und Kamerad Wolfram Nahrath f&#252;r uns mit Leben erf&#252;llte.</p>
<p>In eindrucksvoller Weise f&#252;hrte er uns durch den Paragrafendschungel, der eigens dazu dient, Menschen zu schikanieren, die ihr Herz auf dem rechten Fleck haben.</p>
<p>Hauptthemen waren die §§ 86, 86a und 130 StGB. Manchmal muss man sich schon ganz sch&#246;n verbiegen um z. B. bei einem Keltenkreuz etwas Verbotenes zu finden, aber das kennen wir ja auch aus der neuen Hausordnung des Landtages. (Ob die wohl immer noch gilt?)</p>
<p>Es ist wichtig zu wissen, was alles verboten ist, und wie man sich verhalten sollte, um nicht selbst in Gefahr zu geraten.</p>
<p>Auch diese Veranstaltung war gut besucht, und wir danken Wolfram Nahrath, dass er sich die Zeit f&#252;r uns genommen hat.</p>
<p style="text-align: left;">Am 28. November werden wir den Kreisverband Potsdam neu ordnen, d.h. es wird ein neuer Vorsitzender und Vorstand gew&#228;hlt.</p>
<p>Am 13. Dezember ab 11.00 Uhr wird dann mit unserer Weihnachtsfeier das Ende des ereignisreichen Jahres 2009 eingel&#228;utet.</p>
<p>Wer daran teilnehmen m&#246;chte, meldet sich bitte verbindlich bis zum 01. Dezember  bei mir an, der Unkostenbeitrag f&#252;r das Essen betr&#228;gt 20,00 Euro.</p>
<p>Ich hoffe, ich habe alle Fragen ausreichend beantwortet.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber ja. Vielen Dank f&#252;r das Gespr&#228;ch!</p>
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