Der voraussichtlich neue DVU-Stadtverordnete für Potsdam, Marcel Guse, gab dem DVU-Bundesverband ein Interview, welches unter obiger Überschrift auf der Website des DVU-Bundesvorstandes abrufbar ist. Sie können es aber auch hier bei uns lesen.
Der neue DVU-Stadtverordnete in Potsdam und Nachfolger des tödlich verunglückten Günther Schwemmer im Gespräch mit dvu.de.

Marcel Guse, DVU-Stadtverordneter für Potsdam
dvu.de: Wie haben Sie Günther in seiner Arbeit als Stadtverordneter erlebt?
Marcel Guse: Zu unseren monatlichen, manchmal wöchentlichen Stammtischen und Treffen hat Günther uns immer mit den neuesten Informationen über die politischen Totalausfällen und Fehlentscheidungen der Potsdamer Stadtverwaltung informiert. Mit viel Wortwitz berichtete er auch über die Grabenkämpfe zwischen den einzelnen Fraktionen.
In der Stadtverordnetenversammlung hat er sich an den richtigen Stellen zu Wort gemeldet und so manchen politischen Gegner vorgeführt. Als Einzelstadtverordneter war es ihm lediglich gestattet, Anfragen an den Oberbürgermeister zu stellen. Aber diese waren stets gepfeffert. Ob es um Graffitischmierereien im Stadtbild, Finanzlöcher im Haushalt, ein geplantes Asylbewerberheim in einem Wohngebiet, ein nationales Jugendzentrum oder um Potsdamer Steuergelder für den Bau einer Synagoge ging – Günther war kein Eisen zu heiß. Von der roten Mehrheit der Stadtverordneten hat er sich nie einschüchtern lassen. Stattdessen hat er nationale Positionen öffentlich vorgebracht und sich mitten in den Sturm gestellt.
dvu.de: Welche weiteren Initiativen werden Sie anstoßen?
Marcel Guse: Da die Stadtverwaltung die Verlegung des Asylbewerberheimes vom Stadtrand direkt in ein Wohngebiet durchdrückte, ohne die dort lebenden Bürger dazu zu befragen, bleibt dieses Thema natürlich aktuell. Da das betroffene Wohngebiet „Am Schlaatz“ ohnehin schon den höchsten Ausländeranteil in Potsdam hat, wehrten sich die Anwohner zu Recht. Wir übergaben dem Oberbürgermeister über 200 Unterschriften gegen den Umzug des Asylbewerberheimes. Diese wurde von der Lokalpresse verschwiegen und vom Oberbürgermeister offensichtlich ignoriert. Deshalb bleiben wir mit den Bürgern vor Ort in Kontakt und behalten die Situation im Auge. Sollten sich die Ängste der Anwohner bestätigen, werde ich in der Stadtverordnetenversammlung sofort aktiv werden.
Ein weiter Punkt, der mir sehr wichtig erscheint, ist die vernachlässigte Denkmalpflege in Potsdam. Es kann nicht sein, dass ein Denkmal für die Rote Armee, die vor 60 Jahren vergewaltigend und mordend durch unser Vaterland zog, blitzblank in den Potsdamer Himmel ragt, und das Gefallendenkmal für unsere Großväter auf der Heinrich-Mann-Allee von Moos überwuchert und verwittert dem Verfall preisgegeben wird. Hier besteht Handlungsbedarf, denn dieser Zustand ist nicht hinnehmbar. Des Weiteren werde ich mich für ein kostenloses Schulessen in Potsdam einsetzen. Verschiedenen Aktionen zu diesem Thema sind bereits in Planung.
Außerdem erachte ich es für unbedingt notwendig, die mehrmals umbenannte SED (heute „Die Linke“) zu entzaubern. Viele Potsdamer wissen nicht, für was diese Partei so alles eintritt. Dass diese selbsternannten „Anwälte des kleinen Mannes“ für eine Erhöhung der Aufwandspauschale für Stadtverordnete (bezahlt mit Potsdamer Steuergeldern) eintreten, eine Asylpolitik vorantreiben, die völlig aus dem Ruder gelaufen ist und unser Land damit einer hemmungslosen Überfremdung preisgibt, oder ob sie der Stasi-DDR nachtrauern – all das steht natürlich nicht auf ihren Wahlplakaten. Hier müssen die Wähler aufgeklärt werden.
Schließlich habe ich noch ein weiteres „heißes Eisen im Feuer“, dass allerdings noch etwas bearbeitet werden muss, bevor sich die richtigen Leute daran die Finger verbrennen. Aus strategischen Gründen möchte ich hierzu noch keine näheren Angaben machen.
Die hereinbrechende Wirtschaftskrise wird viele Menschen zu einer politischen Neuorientierung bewegen. Deshalb ist eine verstärkte Mitgliederwerbung äußerst wichtig. Zusammen sind wir stark! Deshalb muss der Nationale Widerstand geschlossen für ein starkes Deutschland kämpfen, damit unser Volk wieder Mut und Selbstvertrauen findet. Dem Egoismus unter den Menschen unseres Volkes und der Vereinsamung des Einzelnen müssen wir den Zusammenhalt und die Kameradschaft entgegensetzen.
Ich hätte mir gewünscht, an Günthers Seite in die Stadtverordnetenversammlung einzuziehen. Zusammen hätten wir den Laden ordentlich aufgemischt. Nun wird es für mich nicht leicht werde. Doch ich bin der Meinung, man wächst mit seinen Aufgaben. Bevor unser Kamerad Günther Schwemmer uns verlassen hat, waren wir noch einmal zum Plakatieren ausgerückt. An diesem Abend gab er die folgenden Zeilen des sudetendeutschen Schriftstellers Adalbert Stifter zum Besten:
“Alles was auf Erden besteht,
beruht auf Ehre und Treue.
Wer heut´ die alte Pflicht verrät,
verrät morgen auch die neue.”
Diese Worte sollen uns Auftrag und Verpflichtung sein. Der Kampf geht weiter!
dvu.de: Vielen Dank für das Gespräch!
