Der 17. Juni und die Kraft des Nationalen


DVU zum 50. Jahrestag des Aufstandes in Mitteldeutschland

Der 17. Juni-Aufstand vor 50 Jahren in Mitteldeutschland war die erste große Volkserhebung gegen den Sowjetimperialismus seit Stalin den nach 1945 anhaltenden Widerstand ukrainischer Nationalisten gebrochen hatte. Beim 17. Juni 1953 handelte es sich um ein bedeutungsvollles Signal an die Völker der Welt: Die durch das Kriegsbündnis mit den Westmächten ermöglichte Sowjetherrschaft über den Osten des Kontinents bis hinein nach Deutschland war mit dem freien Willen der Nationen unvereinbar und nur durch militärische Gewalt aufrechtzuerhalten. Die internationale Anziehungskraft des Kommunismus wurde durch die Selbstdemaskierung des Sowjetimperialismus am 17. Juni 1953 wesentlich gemindert.

Das nationalrevolutionäre Geschehen um den 17. Juni 1953 ist seinerzeit von der kommunistischen Propaganda verfälscht worden (”Inszenierung faschistischer Elemente und westlicher Agenten”) und wird heute von Etablierten in der Bundesrepublik verfälscht: Es habe sich gar nicht um eine Erhebung aus nationalen Beweggründen gehandelt.

Tatsächlich gehörten die Beseitigung der Zonengrenzen und die deutsche Einheit zu den zentralen Forderungen der Aufständischen. Die Demonstranten versammelten sich unter Schwarz-Rot-Gold als Zeichen deutscher Einheit und sangen in Ostberlin sowie vielen Städten der DDR “Deutschland, Deutschland über alles”. Unmittelbar ausgelöst wurde der hauptsächlich von der Arbeiterschaft getragene Aufstand durch Normenschinderei beim Bau der Ostberliner Stalin-Allee. Zu den Ursachen gehörte die wirtschaftliche Misere infolge Ausbeutung Mitteldeutschlands durch die Besatzungsmacht.

Rote Intellektuelle wie Bert Brecht und Anna Seghers, die sich nach Niederschlagung des Aufstandes mit den Machthabern in Ost-Berlin und Moskau solidarisierten, sollen wie Säulenheilige verehrt werden. Auch das zählt zu den heutigen Heucheleien um den 17. Juni.

Zu den Wahrheiten, die westlicherseits nicht gern gehört werden, gehört ferner: Bei der Niederschlagung des 17. Juni-Aufstandes durch die Sowjets war es nicht das erste Mal seit Kriegsende, dass wieder Panzer der Sieger gegen Deutsche rollten. Um den deutschen Widerstand gegen den Demontage-Terror zu brechen, also den Protest gegen den Raub von Industrieanlagen, hatte die britische Besatzungsmacht schon fünf Jahre zuvor, beispielsweise in Salzgitter, Panzer auffahren lassen. Auch im Ruhrgebiet hatten die Besatzer gegen die deutschen Anti-Demontage-Aktivisten Militär eingesetzt.

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